Geopolitische Risiken managen und juristische Brücken schlagen

Seit seinem Amtsantritt hat US-Präsident Donald Trump mit Dekreten, Tweets, Telefonaten und Interviews für weltwirtschaftliche Veränderungsdynamik gesorgt: ein Handelsabkommen wurde gekündigt, Importzölle und Steuerreformen wurden avisiert sowie die Währungspolitik anderer Staaten angeprangert. Weil derzeit unklar ist, welche Ankündigungen real werden und was sich daraus für deutsche Unternehmensaktivitäten in den USA ergibt, stellen sich für Unternehmer und Manager hier zu Lande grundlegende Fragen – und dies nicht nur mit Blick auf die Situation in den USA, sondern auch auf sich daraus ergebende Konsequenzen für Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen aus anderen Erdteilen.

Deutsche Anwälte in New York berichten dieser Tage über deutlich gestiegene Anfragen aus ihrer Heimat. Ganz gleich, ob Mittelständler und Großunternehmen – die Unsicherheit ist groß angesichts der politischen Entwicklungen in den USA. Dabei sind in den vergangenen Wochen vor allem die folgenden Fragen aufgeworfen worden:

  • Für welche Branchen gelten die potenziellen 35 Prozent Einfuhrzölle, wenn sie denn kommen? Gibt es geringere Zölle für bestimmte Güter?
  • Können deutsche Tochterunternehmen mutmaßliche Nachteile hinsichtlich Einfuhrzöllen durch die diskutierten Steuersenkungen in den USA zumindest teilweise kompensieren?
  • Welche Voraussetzungen bzw. Restriktionen gelten für die Visa-Erteilung an Mitarbeiter deutscher Unternehmen?
  • In welchen US-Bundesstaaten sind Investitionen überwiegend sicher?
  • Wird es neue arbeitsrechtliche Vorgaben für Unternehmen in den USA geben?
  • Lässt sich einschätzen, ob die Nullzinspolitik in den USA aufgegeben wird und welche Folgen dies für lokale Finanzierungen deutscher Unternehmen hätte?
  • Sind registrierte Marken und Patente deutscher Unternehmen in den USA weiterhin sicher?
  • Führt die angekündigte Liberalisierung des US-Finanzsektors zu neuen Instabilitäten von Banken?
  • Bei welchen Finanzinstituten lassen sich für deutsche Tochterunternehmen in den USA noch Bankkonten eröffnen?

Abschließend beantworten kann diese und andere Fragen derzeit wohl niemand – nicht in den USA und erst recht nicht im fernen Deutschland. Allerdings ist es gängige Praxis deutscher Anwälte in New York, im Auftrag hiesiger Mittelständler und Großunternehmen bei den zuständigen Behörden zu antichambrieren, um zumindest eine Tendenz abzuleiten. Berichtet wird von Telefonaten und Meetings, in denen es beispielsweise um die Frage geht, ob sich die US-Zollbehörden auf „Deals“ einlassen – etwa dadurch, dass Zölle auf Komponenten aus China für deutsche Produktion in den USA in einem bestimmten Zeitraum fixiert und somit die Einkaufspreise aus deutscher Sicht kalkulierbar werden („custom and duty lock-in”). Nicht immer sind die Antworten positiv oder aussagekräftig; dennoch lässt sich das unternehmerische Risiko im Hinblick auf Investitionsentscheidungen und auch im Sinne der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsleiters besser eingrenzen, wenn ein lokaler Experte vorfühlt.

Für Recherchen und Einschätzungen dieser Art eignen sich besonders solche Anwälte, die seit vielen Jahren in den USA ansässig sind, über ein breites Netzwerk mit qualifizierten Kontakten verfügen und sowohl sprachlich als auch kulturell mit deutschen Unternehmern und Managern einerseits als auch mit amerikanischen Behördenvertretern andererseits virtuos umgehen. Oftmals sind dies deutsche Anwaltsboutiquen, mitunter aber auch deutsche Anwälte in mittleren und großen US-Kanzleien.

Welche Anwälte in den USA für welche aktuellen Fachthemen bzw. Fragen und zu welchen Konditionen verfügbar sind, können Organmitglieder oder Rechtsabteilungen nun über Digitorney („Digital Attorney“) mit Sitz in Frankfurt, Amsterdam und New York kostenfrei ermitteln lassen. Neben der digitalgestützten Recherche profitieren deutsche Unternehmen von einer Sachverhaltsaufbereitung durch Digitorney, deren Kosten letztlich von der mandatierten Kanzlei übernommen werden und die zu einer effizienteren Mandatsbearbeitung beiträgt. Auf diese Weise lassen sich Entscheidungen über US-Aktivitäten deutscher Unternehmen in den USA besser vorbereiten und Risiken eindämmen.